Was ist Gicht?

Gicht: Was ist das?

Mark Hoffmann wohnt am Rande einer großen Stadt. Sein rechter Zeh tut weh. Es stört ihn deutlich, als er zu Fuß von seiner Arbeit nach Hause geht.

Er fragt sich: "Habe ich mich irgendwo gestoßen?" Ihm fällt nichts ein. "Woher kommen nur die Schmerzen?“

Am nächsten Morgen ist das Gelenk seines großen Zehs rot und deutlich angeschwollen. Die Schmerzen sind sehr stark! Mark beschließt sofort seinen Arzt aufzusuchen.

So geht es vielen, die das erste Mal einen Gichtanfall haben. Selbst wenn sie, so wie ich selbst auch, vorher wissen, dass sie ein Risiko für Gicht haben: es trifft sie unvorbereitet.

Gicht ist eine sehr schmerzhafte Gelenkerkrankung. Dadurch wird die körperliche Beweglichkeit sehr stark eingeschränkt. Unbehandelt kann es zu einer chronischen Schädigung der Gelenke führen. Zudem gibt es weitere Auswirkungen auf die Gesundheit, z. B. steigt durch Gicht das Risiko für eine Herzkreislauf-Erkrankung und die Schädigung der Nieren.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich bei Gicht von einem erfahrenen Arzt behandeln zu lassen und verantwortlich mit seiner Gesundheit umzugehen.

Der behandelnde Arzt stellt seine Diagnose anhand verschiedener Kriterien, um die Ursache der Schmerzen herauszufinden und diese von anderen Krankheiten zu unterscheiden, u. a. auf Basis von Laborwerten, die er durch die Blutabnahme erhält.

Ein wichtiger Hinweis auf Gicht ist ein zu hoher Harnsäurewert im Blut. Normaler Weise liegt der Harnsäure Wert im Blut bei 5 mg/dl. Der Grenzwert liegt bei 6,8 mg/dl.

Wie entsteht Gicht?

Durch die erhöhte Konzentration von Harnsäure bilden sich nadelförmige Harnsäure-Kristalle. Diese lagern sich in den Gelenken ab, besonders häufig im Großzehen-Gelenk. Dadurch kommt es zu einer schmerzhaften Entzündung des Gelenks - eben Gicht.

Wie kommt es zu einem erhöhten Harnsäure-Wert im Blut?

Bei den meisten Menschen ist dies Veranlagung. Die Harnsäure wird weniger ausgeschieden als nötig und der Wert im Blut steigt dadurch an. In sehr seltenen Fällen - weniger als 1% - produziert der Körper zu viel Harnsäure. Auch der Lebensstil hat einen wichtigen Einfluss. Sowohl die Ernährung als auch das Körpergewicht spielen eine Rolle.

Wie wird Gicht behandelt?

In der Regel behandelt der Arzt zunächst das schmerzhafte Gelenk mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten. Das ist wichtig, um das Gelenk vor dauerhaften Schäden zu schützen. Dafür stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die er situationsbedingt abwägt.

Was kann ich als von Gicht betroffener zur Genesung beitragen?

Die Ernährung hat einen deutlichen Einfluss auf das Risiko eines Gichtanfall. Verschiedene Lebensmittel verringern andere erhöhen das Risiko. Das spiegelt sich auch in der Veränderung der Harnsäure-Werte wieder. Welche Lebensmittel dies im einzelnen sind, ist in dem Artikel "Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Gicht?" erläutert. Dies ist durch verschiedene wissenschaftliche Studien sicher nachgewiesen und bietet eine klare Orientierung, was hilft und was nicht. Auch das verhältnismäßige Körpergewicht (BMI) hat einen erhöhenden bzw. mindernden Einfluss auf das Risiko von Gicht.

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