Warum Du mehr Milchprodukte essen solltest

Gicht entsteht durch erhöhte Harnsäure im Blut. Das kann durch eine verminderte Ausscheidung oder eine übermäßige Produktion verursacht sein. Langfristig führt ein erhöhter Harnsäurespiegel zu Hyperurikämie und Gicht, welche sich schlussendlich in entzündeten Gelenken äußert.

Wenn du das Gefühl haben solltest, Symptome von Gicht zu haben, dann beantworte die Fragen aus meiner für dich angefertigten Checkliste und finde heraus, ob du betroffen bist.

Milchprodukte liefern wertvolle Proteine und sind ein wichtiger Baustein der Ernährung bei Gicht, die essentiell sind für ein gesundes Immunsystem, den Zellaufbau, Enzyme uvm. Außerdem können Milchprodukte einen positiven Einfluss auf die Gichtentwicklung sowie bei akuten Anfällen anti-entzündliche Eigenschaften haben.

Deswegen ist bei einer fleisch- und fischarme Ernährung zu empfehlen, andere Quellen für Proteine in die tägliche Ernährung zu integrieren. Ich habe bspw. im Beitrag „Wie schließe ich meine Proteinlücke?“ gezeigt, was ich an einem Tag gegessen habe, um dir ein besseres Bild davon zu geben. Denn: Ich habe selbst meine Ernährung umgestellt, auf Gichttabletten verzichtet und dennoch innerhalb von zwei Wochen meinen Harnsäurewert erheblich gesenkt, ein wirklicher Erfolg!

Aber wieso sind Milchprodukte eigentlich gut für Gichterkrankte?

Es gibt diverse Studien, die den Einfluss von Milchprodukten auf die Entwicklung von Hyperurikämie und Gicht untersucht haben. Herausgefunden haben sie, dass vor allem fettarme Varianten von Milchprodukten sich positiv auf eine Gichterkrankung auswirken. Die Proteine verlangsamen die Wirkung der Krankheit und hemmen die Symptome.

Dabei sind drei Inhaltsstoffe besonders wichtig, da sie der Krankheit auf positive Art entgegenwirken bzw. schützende Eigenschaften besitzen:

  • Proteine der Milch (Casein und Laktalbumin)
  • Ein Milchproteinpeptid und ein spezielles Milchfettextrakt
  • Orotsäure

Was bewirken diese Stoffe denn überhaupt in meinem Körper?

Die Proteine der Milch, Casein und Laktalbumin, wirken schützend durch einen sogenannten urikosurischen Effekt. Das heißt sie fördern die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren, sprich die Harnsäure wird dadurch gesenkt. Da ein erhöhter Harnsäurewert ein Problem für Gichterkrankte darstellt, ist im Umkehrschluss eine Verringerung des Wertes gut und lindert Symptome. Auch die Orotsäure kurbelt die Ausscheidung an und ist daher ebenfalls ein positiver Faktor von Milch.

Es gibt zwei besondere Auszüge der Milch, ein Milchproteinpeptid und ein spezielles Milchfettextrakt. Diese zeigen anti-entzündliche Eigenschaften. Entzündungen in den Gelenken und somit die Schmerzen, entstehen durch Harnsäureablagerungen. Wer also Milch zu sich nimmt, hemmt die Gefahr, dass Harnsäure in den Gelenken abgelagert wird.

Wie kann ich meine Ernährung anpassen?

Wenn du dich gefragt hast, wie du mit einfachen Mitteln deine Proteinzufuhr steigern kannst, dann schau in meinen Beitrag zum Thema „Wie setze ich persönlich die Ernährung bei Gicht um?“. Dort findest du Tipps zu Lebensmitteln, die dir gut tun und denen, die du meiden solltest.

Wichtig dabei ist, eine gesunde Balance zu finden. Bei der Ernährungsumstellung geht es um eine Änderung des Lebensstils und nicht um eine Diät, bei der ich mich schlecht fühlen muss, wenn ich mal schwach werde und "sündige". Achte also darauf, dich vor allem bewusst zu ernähren und gönne dir auch hin und wieder etwas. Die Umstellung sollte also ganz individuell für dich zugeschnitten und vor allem "lebbar" sein. Wie ich damit umgehe erfährst du in meinem Beitrag "Ist eine Gicht-Diät Gefängnis oder Freiheit?".

Meine Empfehlung für dich

• Iss regelmäßig fettarme Milchprodukte (pro Tag ein bis zwei Mal einen viertel Liter fettarme Milch oder fettarmen Joghurt)
• Achte auf eine ausreichende Eiweißzufuhr
• Ergänze deine Ernährung bei Bedarf mit einem geeigneten Proteinpulver (Whey oder Whey Isolat)

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